Bunte Salate
Hier mal zwei Beispiele wie so ein täglicher "Salatteller" bei den Bartis aussehen könnte:
Bsp.1 ital.Plücksalat und Löwenzahnblätter, darüber geraspelte Karotte
Bsp.2 Rucola mit geringen Anteil von Feldsalat, darüber geraspelte Zuchini und Kürbis (Kürbis lieben unsere Bartis)
Die Palette möglicher pflanzlicher Futtermittel für Bartagamen ist groß. Es eignen sich die unterschiedlichsten frischen und
getrockneten Sprossen, Blätter, Blüten und Früchte. So werden die Tiere mit Feuchtigkeit, Ballaststoffen, Vitaminen und anderen Nährstoffen versorgt. Auch im Terrarium sollte der Anteil der
pflanzlichen Nahrung mindestens 60% bei erwachsenen Bartagamen und 30% bei Jungtieren betragen. Abhängig von Alter, Art und individuellen Vorlieben der Bartagamen, aber auch saisonal kann das
Interesse der Tiere an vegetarischem Futter variieren.
Von Frühling bis Herbst bietet sich die Verfütterung von Löwenzahnblättern und Blüten an, da diese überall leicht erhältlich sind und gute Nährwerte besitzen, aber auch zahlreiche andere Wild-
und Gartenkräuter werden gerne gefressen. Vogelmiere, Klee, Gänseblümchen, Weinlaub und Hirtentäschel sind nur eine kleine Auswahl der geeigneten wildwachsenden Futterpflanzen. Mehr Auswahl
findet ihr in unserer Grünfutterliste.
Wer auf den Supermarkt angewiesen ist, findet auch hier eine reiche Auswahl. Die meisten Blattsalate sind wenig gehaltvoll, aber Ruccola- und Endiviensalat können gerade in den Wintermonaten eine
Basis bilden. Geraspelte Karotten (vorher schälen) helfen bei der Betacartionversorgung und auch Stücke oder Blätter von Fenchel, Sellerie, Kohl, Chicoree werden meist angenommen. Kohl (enthällt
Senfölglykoside) sollte jedoch wegen seiner möglicherweise kropffördernden Wirkung nur ab und zu angeboten werden.
Obst hat oftmals ein ungünstiges Kalzium-Phosphor-Verhältnis, aber andererseits viele Vitamine. Es sollte nur ab und zu in kleinen Mengen verfüttert werden. Man kann nahezu alle Früchte entkernt
und in kleine Scheiben oder Stücken geschnitten verfüttern. So machen sich die Bartagamen zum Teil sehr gierig über Apfel, Birne, Himbeeren, Brommbeeren, Johannisbeeren, Melonen und die meisten
anderen verfügbaren Früchte her.
Alle Pflanzenteile sollten in kleine Stücke geschnitten oder geraspelt werden, da sie dann besser gefressen werden können.
Man sollte pflanzlichen Nahrungsverweigerern immer wieder Pflanzliches anbieten und kann versuchen, sie zu überlisten, indem man den Tieren beim Fressen großer Insekten beispielsweise
Fruchtstücke ins Maul schiebt und sie so an den Geschmack gewöhnt. Es gibt auch für Bartagamen getrocknete Wiesenkräuter, in Form von Pellets, die ständig im Bartagamenterrarium angeboten werden
können und die von manchen Tieren gerne gefressen werden. Auch verschiedene für die Babyernährung produzierte Fruchtbreie werden gelegentlich gefressen. Bartagamen fressen immer wieder
unterschiedliche Mengen Futter. Während sie an manchen Tagen scheinbar nicht genug bekommen können, lehnen sie an anderen Tagen jegliche Futteraufnahme ab. Wenn kein pathologischer Grund für
dieses Verhalten vorliegt, ist es als völlig normal einzustufen und es sind keine weiteren Maßnahmen durchzuführen.
Gelegentlich kann es vorkommen, dass einige Exemplare nur noch eine bestimmte Futterart annehmen. Dann bietet man ihnen dieses Futter nur noch in geringem Maße zusammen mit einer Variation
anderer an. Auch einige Tage Nulldiät kann Wirkung tun.
Hunde- und Katzenfutter sind für Bartagamenernährung nicht geeignet. Ein sehr großer Teil der nicht-traumatischen Erkrankungen bei Bartagamen sind auf Fehler bei der Ernährung zurückzuführen! Es
ist also wichtig, sehr genau darauf zu achten, was man seinen Schützlingen anbietet.