Mögliche Palette der tierischen Nahrung
Ausgewachsene Bartagamen bietet man ungefähr alle zwei bis drei Tage Futterinsekten an. Jungtiere hingegen fressen täglich
Lebendfutter. Man muss aufpassen, dass man die Tiere nicht überfüttert. Ein Fastentag pro Woche kann eingelegt werden.
Heimchen und Grillen
(oben Heimchen, unten Mittelmeergrille)
Die erhältlichen Grillen-und Heimchenarten sind zwar in der Anschaffung eher günstig, aber sollten nicht als Alleinfuttermittel verfüttert werden, sondern eher seltener.
Sie können bei ausreichenden Versteckplätzen und hochwertigem Futter gut gehalten und leicht vermehrt werden. Sie sind jedoch stets fluchtbereit und versuchen sich sofort im Terrarium zu
verstecken. Entkommene Exemplare können aufgrund ihrer Zirpgeräusche oder sogar durch Vermehrung in der Wohnung zum Problem werden.
Heuschrecken
(subadulte Heuschrecken; links Wüstenheuschrecke, rechts Wanderheuschrecke)
Wanderheuschrecken oder Wüstenheuschrecken werden von den Bartagamen ebenfalls sehr gerne angenommen.
Sie werden zum Anfüttern und zur Aufbewahrung in kleinen beleuchteten und beheizten Terrarien oder Gazekäfigen gehalten. Wanderheuschrecken stellen in der Wohnung keine Schädlinge dar, da sie
sich aufgrund der fehlenden Nahrungsgrundlage nicht vermehren können. Sie zeichnen sich durch ihr lebhaftes Fluchtverhalten aus, mit dem sie ein beliebtes Jagdziel sind.
(ausgewachsene Wanderheuschrecke)
Weitere Vorteile sind ihre Tagaktivität und ein hoher Nährwert.
Schaben
(oben: argentinische Waldschaben > Blaptica dubia)
(Schokoschaben > Shelfordella tartara)
In einem leicht angewärmten Behältnis mit vielen Verstecken können sie gut gehalten werden. Im Gegensatz zu den bei uns
vorkommenden Arten, sind die im Handel/Internet angebotenen Arten meist größer und behäbiger in ihrem Wesen. Dennoch muss darauf geachtet werden, dass sie nicht entkommen können! Bei uns
vorkommende, gefangene Arten dürfen nicht verfüttert werden, da Diese oft mit Insektiziden belastet sind und außerdemin der Wohnung zur Plage werden können.
Wachsmottenlarven
Viele Bartagamen entwickeln eine Vorliebe für Wachsmottenlarven. Auch die fertig entwickelten Motten werden gerne gefressen. Allerdings
sind Wachsmotten sehr fett und sollten nur gelegentlich verfüttert werden. Die Raupen werden in einem speziellen Nährsupstrat gehältert. Sie sollten nur gelegentlich als Leckerei oder an
unterernährte Bartagamen verfüttert werden. Gerade Nahrungsverweigerer lassen sich mit Wachsmottenlarven wieder zum fressen bewegen.
Zophobas
Die bis zu 5cm großen Schwarzkäferlarven, Zophobas morior sind im Gegensatz zu Mehlwürmern ernährungsphysiologisch besser geeignet. Sie
lassen sich bis zu mehreren Monaten z.B. in Heimtierstreu, Torf oder Sand halten und problemlos anfüttern. Die Schwarzkäferlarven verfüttert man am besten direkt nach der Häutung, wenn ihr
Chitinpanzer noch weich ist. Außerdem ist darauf zu achten, dass man zuvor den Kopf mit einer Pinzette zerdrückt, da diese oft lebendig verschluckt werden und sich mit den scharfen
Beißwerkzeugen durch den Magen beißen können und auch andere innere Verletzungen herbeirufen.
Dies gilt auch bei Mehlwürmern. Trotz der einfachen Verfügbarkeit und des günstigen Preises sollte die Verfütterung von Mehlwürmern vermieden werden, da diese sehr fettreich sind, ein
ungünstiges Kalzium-Phosphor-Verhältnis und eine harte, schwer verdauliche Chitinhülle besitzen, die zu Verstopfung führen kann. Die entwickelten Käfer, die bis 3,5 cm messen und eine
übelrichende Substanz absondern können, werden nicht immer gerne gefressen.